2015-01-26 Magdeburg: Magida(2)

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MagidaNachdem letzte Woche Montag der erste Aufmarschversuch des Magdeburger „PEGIDA“-Ableger „Magdeburg gegen die Islamisierung des Abendlandes“ mit ihrem ersten Aufmarschversuch scheiterte, gingen am 26. Januar etwa 800 rassistische BürgerInnen, Nazis und rechte Hooligans auf die Straße. An den verschiedenen Gegenkundgebungen beteiligten sich ca. 2000 Menschen. Die Route der MAGIDA begann mit einer Auftaktkundgebung an der Hauptwache. Auf einem LKW gab es die ersten Reden gegen die sogenannte „Lügenpresse“, Geflüchtete und für ein patriotisches und rassistisches Menschenbild. Der Demonstrationszug ging über die Jakobstraße, hin zur Listemannstraße und über den Breiten Weg zurück zum Startpunkt. Die Polizei sicherte die Route mit Hamburger Gittern und war laut eigenen Angaben mit Rund 700 PolizistInnen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Bayern im Einsatz, um Auseinandersetzungen zwischen MAGIDAs und AntifaschistInnen zu verhindern. An dem „MAGIDA-Spaziergang“ beteiligten sich etliche bekannte Nazis, beispielsweise Peter Walde (Landesvorsitzender NPD-Sachsen-Anhalt). Während der Demonstration vielen Parolen wie „MAGIDA“, „Wir sind das Volk“ oder „Hooligans gegen Salafisten“. Es bleibt auch spannend wie sich das Verhältnis der AFD (Magdeburg) zu MAGIDA entwickelt. Diese Woche war erneut ein Plakat der AFD zu sehen und laut Angaben von blockmd war der AFD-Stadtratskandidat Michael Ahlborn als Redner bei Magida. Außerdem soll Ahlborns Firma „Bauservice-Ahlborn“ laut einem Tweet auf Twitter die MAGIDA-Demonstration unterstützt haben. Ob und wie sich der Pegida-Ableger in Magdeburg weiter etablieren kann, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

Fotos: https://www.flickr.com/photos/lukasbeyer/sets/72157650434440146

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