2015-04-11 Halberstadt: Neonaziaufmarsch

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Neonaziaufmarsch in HalberstadtZu einer neonazistischen Demonstration versammelten sich am 11. April 2015 in Halberstadt 115 Personen. Anlass war der Jahrestag der Zerstörung der Stadt durch alliierte Bomber am 8. April vor 70 Jahren. Anmelder der Versammlung war der vor kurzem gegründete Kreisverband „Die Rechte Harz“, vertreten durch den Kreisvorsitzenden Ulf Ringleb. Der Ilsenburger trat in den letzten Monaten vor allem mit der Kameradschaft „Nationale Sozialisten Nordharz“ in Erscheinung und beteiligte sich unter anderem am 15. November 2014 an der Kundgebung der „Hooligans gegen Salafisten“ in Hannover. Die Neonazis, die durch Halberstadt marschierten, kamen u.a. aus Hildesheim, Nordhausen, Magdeburg, Schönebeck und den Harzstädten, vereinzelt auch aus dem Salzlandkreis und Nienburg/Weser. Im Stadtzentrum formierte sich eine Sitzblockade, sodass die Route der Neonazis geändert werden musste. An der „Franzosenkirche“ beteiligten sich zeitweise bis zu 300 Menschen an einer Gegenkundgebung, die vom aus Gewerkschaften, Kirchen, Parteien und Einzelpersonen bestehenden „Bürgerbündnis gegen Rechts Halberstadt“ initiiert wurde. Auch dort gab es eine Sitzblockade, die von der Polizei abgeschirmt und von den Neonazis umgangen wurde. Als Redner bei den Zwischenkundgebungen des „Trauermarsches“ sprachen Johannes Welge (Kreisvorsitzender Die „Rechte Hildesheim“), Matthias Langer („Die Rechte Bautzen“), Marcel Kretschmer (stellvertretender Vorsitzender „Die Rechte Harz“), ein „freier Aktivist“ aus Thüringen und ein Vertreter der „Europäischen Aktion“ aus Thüringen.

Fotos: https://www.flickr.com/photos/lukasbeyer/sets/72157651903659655

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