2015-06-20 Merseburg: Neonaziaufmarsch blockiert

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Neonazidemonstration in Merseburg blockiertAm 20. Juni wollten rund 150 Neonazis – überwiegend aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen – durch Merseburg marschieren. Aus Anlass des Volksaufstand am 17.Juni 1953 in DDR, marschieren seit mehreren Jahren Neonazis in Merseburg auf und wollen angeblich für Meinungsfreiheit demonstrieren. Nachdem diese Demonstration bereits im letzten Jahr blockiert wurde, gab es dieses Jahr zwei Anmeldungen. Eine von Christian Worch und die andere von Hans Robert Klug, ebenfalls „Die Rechte”. Planmässig sollten beide Demonstrationszüge aufeinander treffen und vereint werden, doch dazu kam es erst gar nicht. Rund 500 Menschen waren an diesem Tag dem Aufruf von „Merseburg stellt sich quer“ gefolgt. Die Neonazigruppe am Bahnhof kam nicht weit, bereits nach wenigen Metern kam es zu Protestaktion. Der Polizei fiel es nicht leicht die demonstrierenden von den aggressiven Neonazis fern zu halten. Dabei kam – wie so oft an diesem Tag – Pfefferspray zum Einsatz. In der Innenstadt gab es jedoch eine Sitzblockade, die den weiteren Weg blockierte. Die Demonstration um Christian Worch kam erst gar nicht auf den Marktplatz und löste sich – nach einer Abstimmung – schließlich selber auf. Durch die Musik am Markt konnten die Neonazis ihre Hauptkundgebung nicht durchführen und wurden zum Bahnhof zurück begleitet. Die Redner, welche doch zu Wort kamen waren u.a. Christian Worch (Bundesvorsitzender „Die Rechte“), Michel Fischer (Die Rechte Thüringen), Alexander Kurth (Die Rechte Sachsen) und Hans Robert Klug (ehemaliger Bundesvorstand „Die Rechte“). Die Polizei teilte „MDR Sachsen-Anhalt“ mit, dass „es mehrere Angriffe von Rechten auf Polizisten gegeben habe. Drei Beamte seien leicht verletzt und ein Anhänger aus der rechten Szene in Gewahrsam genommen worden.“

Fotos: https://www.flickr.com/photos/lukasbeyer/sets/72157654840863261

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