Polizei

2015-02-07 Weimar: Neonaziaufmarsch

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Neonaziaufmarsch in WeimarFür den 07. Februar mobilisierten die Freien Kräfte rund um Michel Fischer aus Thüringen nach Weimar, um ihren geschichtsrevisionistischen „Gedenkmarsch“ abzuhalten. Konkret marschierten sie anlässlich des 70. Jahrestag der Bombardierung Weimars durch Alliierte Kräfte. An den Aufmarsch nahmen über 130 Neo-FaschistInnen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Berlin, NRW, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen teil. Bereits am Bahnhof sicherten Einsatzkräfte aus Sachsen-Anhalt und Thüringen die Route der Neonazis mit Hamburger Gittern ab. Ihnen gegenüber standen mehrere hundert BürgerInnnen, welche eine Gegenveranstaltung für Demokratie und Toleranz organisierten. Insgesamt beteiligten sich rund 1500 Menschen am Protest, welcher aus verschiedenen zivilgesellschaftlichen AkteurenInnen bis hin zu Antifas bestand. Bereits am frühen Morgen gab es eine erste Sitzblockade auf der Demonstrationsroute. Gegen Mittag wurde der rechte Marsch blockiert, sodass die Neonazis ihre Strecke verkürzen und umkehren mussten. Auf den Zwischenkundgebungen redeten unter anderem Michel Fischer, Alexander Kurth(Die Rechte Sachsen), Uwe Dreisch (Die Rechte Berlin), ein Vertreter der neonazistischen Partei „Der III.Weg“. Während der Reden gab es immer wieder Probleme mit der Lautsprechertechnik. Desweiteren hielten sich die Teilnehmenden nicht an ihre eigenen internen Auflagen und rauchten beispielsweise abseits während der Zwischenkundgebungen. Am Rande der Route kam es vereinzelt zu Angriffen mit Flaschen und Brötchen auf die Neonazis. Nach Ende der Neonnaziveranstaltung gab es noch eine Jubeldemo vom BGR, um für die Rechte von Geflüchteten einzutreten und Kritik am gesellschaftlichem Zusammenleben zu vermitteln.

Fotos: https://www.flickr.com/photos/lukasbeyer/sets/72157650681686732

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2015-01-16 Magdeburg: Naziaufmarsch & städtisches Gedenken

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Neonaziaufmarsch in MagdeburgGegen 15.00 Uhr fand auf dem Westfriedhof das städtische Gedenken an die Bombardierung Magdeburgs statt. Das Bündnis gegen Rechts hatte an den Eingängen Mahnwachen abgehalten und auf dem Friedhof waren Verteter der bürgerlichen etablierten Partein. Gemeinsam wurden Kränze niedergelegt und der Zerstörung der Stadt am 16. Januar 1945 durch die alliierte Bomber gedacht. Sachsen-Anhalts Innenminister Stahlknecht und Oberbürgermeister Trümper durften bei dieser Veranstaltung natürlich nicht fehlen. Die AFD Magdeburg legte einen Kranz nieder, vermutlich um Ihr eigenes Image aufzubessern. Vor wenigen Tagen wurden in Magdeburg knapp 1000 Naziplakate auf angeblich geklauten AFD-Wahlpklaten rechtswidrig aufgehängt.

Circa 18.30 Uhr starteten rund 300 Neonazis einen schweigenden „Trauermarsch“ vom Bahnhof Eichweiler im Magdeburger Norden. Es gab keine Zwischenkundgebung und keine Redebeiträge. Immer wieder gab es Versuche den Aufmarsch zu stören. Dabei kam es auch vereinzelt zu Sitzblockaden, welche von der Polizei geräumt wurden. Die angereisten Neonazis kamen dabei aus Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Thüringen, Berlin und NRW. Um 20.45 Uhr wurde die Versammlung offiziell aufgelöst. Für die Nazis war es jedoch kein Problem, an der Flüchtlingsunterkunft in der Windmühlenstraße ihre Autos zu parken und im Mob daran vorbeizuziehen. Später zeigten sich rund 50 Menschen mit den Geflüchteten solidarisch und stellten sich vor die Unterkunft, da immer noch Neonazigruppen im Stadtteil unterwegs waren.

Fotos: https://www.flickr.com/photos/lukasbeyer/sets/72157650323473471